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Energieausweise

Energieausweis.jpgSeit Juni 2008 haz der Gesetzgeber die Einführung von Energieausweisen schrittweise zur Pflicht gemacht. Miet- und Kaufinteressenten sollen damit über voraussichtlichen Energieverbrauch und Sanierungsmaßnahmen informiert werden.

Das Problem:
Nicht alle Objekte brauchen den gleichen  den Ausweis. Nicht jeder Ausweis ist auch zugelassen...

Hier erhalten Sie einen Überblick, was zu beachten ist. Um etwas Licht in's Dunkel zu bringen, lesen Sie folgenden Beitrag. Und natürlich berate ich Sie auch telefonisch und erstelle Energieausweise.

 

Wer braucht einen Energieausweis?

Neubau von Gebäuden
Bei Neubauten sind prinzipiell Energieausweise auszustellen. Hier sind sie Bestandteil der Bauantragsunterlagen. Dies war aber schon lange so. Es ändert sich also nichts.

Bestehende Gebäude
Bei Bestandsgebäuden wird nur im Falle eines „Nutzerwechsels“ ein Energieausweis benötigt, also etwa beim Verkauf, der Neuvermietung, der Verpachtung... Bestehende Mietverhältnisse sind hiervon nicht betroffen. Die Ausstellpflicht gilt für Wohngebäude ( EFH, ZFH, MFH ) wie auch für Nicht-
wohngebäude wie z.B. Bürogebäude, Geschäftshäuser, Hotels, Gaststätten usw.

Bei Beantragung von Fördermitteln für energetische Modernisierung wird für einige Förderprogramme ebenfalls ein Energieausweis benötigt.

In öffentlichen Gebäuden mit Nutzfläche > 1000 m² sind Energieausweise an gut sichtbarer Stelle auszuhängen. Gebäudeeigentümer haben die Ausstellung eines Energieausweises entsprechend zu veranlassen.

Ab wann wird Energieausweis zur Pflicht?
Bei Bestandsimmobilen richtet sich der Zeitpunkt nach Gebäudeart u. Baujahr. Bei Vermietung oder Verkauf von Wohngebäuden mit Baujahren vor 1965  ist  der Energieausweis seit dem  1. Juli 2008  Pflicht.

Bei Wohngebäuden mit Baujahren ab 1965 müssen Energieausweise im Falle der Neuvermietung oder des Verkaufs ab dem 1. Januar 2009 erstellt werden. Für Nichtwohngebäude im Bestand ist der 1. Juli 2009 Stichtag. Zu diesen Terminen mussten Sie Interessenten die Ausweise vorlegen können.

Welche Art von Ausweis brauche ich ?
Prinzipiell unterscheidet man Energieausweise nach Bedarf und nach Verbrauch.

Bei Bedarfsausweisen wird der mögliche Energiebedarf nach den Konstruktionsmerkmalen der Gebäudeteile ( z.B. Wandaufbau, Qualität der Fenster ) und der Anlagentechnik berechnet. Es handelt sich also um theoretisch berechneten Bedarf.

Bei Verbrauchausweisen wird hingegen aus tatsächlichen Verbräuchen ( z.B. Energieabrechnung ) auf die energetische Qualität geschlossen. Hierzu werden vorhandene Abrechnungsdaten standort- und witterungsbereinigt, d.h. auf einen "Durchschnittsstandort Deutschland" und einen Durchschnittswinter umgerechnet.

 

Leider haben Sie nicht die freie Wahl. Der Gesetzgeber schreibt Folgendes vor:

Neubau von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden:
immer nach Bedarf, weil noch keine Abrechnungsdaten vorliegen können.

Nichtwohngebäude im Bestand:
Wahlfreiheit zwischen Bedarf und Verbrauch

Wohngebäude ab 5 Wohneinheiten:
Wahlfreiheit zwischen Bedarf und Verbrauch

Wohngebäude bis 4 WE und Bauantrag nach 1.11.1977:
Wahlfreiheit 

Wohngebäude bis 4 WE und Bauantrag  vor dem 1.11.1977:
Es ist zu unterscheiden ob mindestens das energetische Niveau der WSchV 77 eingehalten wurde oder durch spätere Sanierung erreicht wurde. Ist das Niveau der WSchV 77 erreicht, besteht Wahlfreiheit. Ist es nicht erreicht müssen die Energieausweise zwingend nach Bedarf erstellt werden. 

 

Lassen Sie sich unverbindlich ein individuelles Angebot machen!